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Einer der prächtigen Herrensitze der Stolberger Kupfermeister aus dem 18. Jahrhundert.
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2011 hätte außer Finnland kein Land der Währungsunion die Konvergenzkriterien zur Aufnahme in die Währungsunion mehr erfüllt.
Insbesondere bei Zinsen und Staatsverschuldung ist der anfängliche Gleichlauf der Mitgliedstaaten durcheinandergeraten, wenn es ihn überhaupt je gab. Die Krise beendet einen Wachstumszyklus, der für die südeuropäischen Länder von 1999 bis 2007 gedauert hat und eine bedeutende Erhöhung des Wohlstandes ermöglichte: So stieg das Pro-Kopf-BIP in Portugal in diesem Zeitraum um 37,9 Prozent, in Griechenland um 64,5 Prozent und in Spanien um 62,1 Prozent (zum Vergleich Deutschland: 20,9 Prozent). In dieser Zeit verschlechterte sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der südeuropäischen Länder, sodass sich große Leistungsbilanzdefizite aufgebaut haben. Die nun notwendigen Anpassungsmechanismen in der Währungsunion sind mühsam und träge.
Europa wird im kommenden Jahr nicht nur eine gespaltene Konjunktur, sondern in den kommenden Jahren ein gespaltenes Wachstum bekommen, die die Verhältnisse von vor der Krise umkehren: Die Länder mit hoher Verschuldung und Leistungsbilanzdefiziten müssen diese schließen, da außer den Notenbanken (über das Zahlungsverkehrssystem TARGET sowie den Ankauf von Staatsanleihen) gegenwärtig kaum jemand bereit ist, die zur Finanzierung notwendigen Kredite zu vergeben. Das Wachstum in den hoch verschuldeten Ländern des Südens wird wegen der hierfür erforderlichen Anpassungsprozesse deutlich unter dem der nördlichen Länder liegen.
Würden die Länder einzig über eine wirtschaftliche Schrumpfung (Dauerrezession) versuchen, ihre Leistungsbilanzen auszugleichen, so müsste das griechische BIP von 2011 aus um weitere 33 Prozent schrumpfen, die portugiesische Wirtschaft um weitere 26 Prozent, Spanien um 16 Prozent und Italien um 12 Prozent. Dies ist keine realistische Option. Daher werden die Länder parallel versuchen, durch eine preisliche Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit ihre Exporte zu erhöhen oder durch eine ansiedlungsfreundliche Wirtschaftspolitik Direktinvestitionen ins Land zu holen. Diese Anpassungsphase kann mehr als fünf Jahre dauern, bevor im Süden ein neuer Wachstumszyklus in Gang kommen kann.
Unsere Konjunkturprognose für die einzelnen Eurozonenländer spiegelt wider, wie unterschiedlich die Länder sind hinsichtlich des Konsolidierungsbedarfs, der Realzinsen, der Verspannungen bei der Kreditvergabe und der Fähigkeit, Belastungen durch außenwirtschaftliche Erfolge zu kompensieren. Während Euroland als Ganzes wegen eines schwachen ersten Halbjahres im Jahr 2012 eine Schrumpfung von 0,4 Prozent hinnehmen muss, fallen eine Reihe von südeuropäischen Ländern, darunter Italien, in eine tiefe Rezession, während in Deutschland nur eine vorübergehende Stagnation zu erwarten ist.
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